Seit Januar 2001 stellen die Johanniter eine Einsatzeinheit für den
erweiterten Rettungsdienst der Stadt Dortmund. Nachdem der klassische
Katastrophenschutz des Bundes quasi aufgelöst wurde, sind nun die
Kommunen mehr als früher aufgefordert, Großschadenslagen selbstständig
mit Personal und Material abzudecken.
Zu diesem Zweck hat das Land NRW als Vorgabe eine Einsatzeinheit NRW konzipiert.
Im Rahmen dieser Umstellung stellen die Dortmunder Johanniter die erste anerkannte Einsatzeinheit NRW für Dortmund.
Was ist eine Einsatzeinheit NRW?
Die Einsatzeinheit dient der Betreuung von ca. 30-60 leicht, oder nicht verletzten Personen.
Sie ist eingebunden in das sogenannte MANV-Konzept (Konzept zur
Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten; auch Großschadenslage
genannt).
Sollte eine Schadenslage so groß werden, dass die verletzten Personen
durch den "normalen" Rettungsdienst der Stadt Dortmund nicht mehr
ausreichend versorgt werden können, greift das MANV-Konzept. Im Rahmen
dieses MANV-Konzeptes stellt die Einsatzeinheit der JUH einen Teil des
BHP 50 Dortmund I (Behandlungsplatz für 50 Patienten). Die zweite
"Hälfte" dieses BHP bedient die SEG des DRK Dortmund .
Die Einsatzeinheit der Johanniter rückt dann auf Anforderung der
Leitstelle der Berufsfeuerwehr Dortmund direkt zum Schadensort, oder in
dessen Nähe aus und übernimmt die Versorgung von leichtverletzten (T
III, z.T. auch T II). Die Schwer- und Schwerstverletzten werden durch
die SEG DRK betreut (T I und TII).